Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) soll Großprojekte – z.B. Autobahnen, Kraftwerke oder Skigebiete – möglichst mit der Umwelt in Einklang bringen. Die UVP-Behörde kann dafür Planänderungen und Ausgleichsmaßnahmen vorschreiben. In seltenen Fällen untersagt sie auch die Durchführung des Vorhabens. Betroffene, Bürgerinitiativen und anerkannte Umweltschutzorganisationen dürfen sich an UVP-Verfahren beteiligen um ihre bzw. die Interessen der Umwelt zu wahren.

UVP: Umweltprüfung für Großprojekte

Gerade bei großen Wirtschaftsprojekten ist es wichtig, die Umwelt vor negativen Einflüssen zu schützen. Mit Hilfe der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) möchte man solche Großprojekte – z.B. eine Autobahn, ein Kraftwerk oder ein Skigebiet – möglichst mit der Umwelt in Einklang bringen. Die UVP-Behörde kann dafür Planänderungen und Ausgleichsmaßnahmen vorschreiben. In seltenen Fällen untersagt sie auch die Durchführung des Vorhabens.

Betroffene, Bürgerinitiativen und anerkannte Umweltschutzorganisationen dürfen sich an UVP-Verfahren beteiligen um ihre bzw. die Interessen der Umwelt zu wahren. Diese Einbindung der Öffentlichkeit ermöglicht es der zuständigen Genehmigungsbehörde, alle unterschiedlichen Interessen zu berücksichtigen.

Die Regeln, nach denen eine UVP abläuft, stehen im Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVP-G). Ein großer Teil seines Inhalts wird durch die UVP-Richtlinie der Europäischen Union (UVP-RL) vorgegeben. Bis heute ist das UVP-G jenes Gesetz, mit dem man am stärksten die gravierenden Umweltauswirkungen von Großprojekten verringern kann. Es ermöglicht den von Großprojekten direkt Betroffenen, Bürgerinitiativen und Umweltschutzorganisationen Parteistellung. Das bedeutet, dass sie Zugang zu Projektinformationen erhalten, an den UVP-Genehmigungsverfahren teilnehmen und so auf Umweltgefahren hinweisen und Verbesserungsvorschläge vorlegen können.

Für erfolgreichen Umweltschutz die UVP nutzen und verbessern

ÖKOBÜRO arbeitet bereits seit 1993 zur und mit der UVP. Diese jahrzehntelange Erfahrung verwenden wir, um Verbesserungen im UVP-G zu erreichen und geplante Verschlechterungen zu verhindern. Wir zeigen vorhandene Schwachstellen des Gesetzes auf und versuchen diese zu beseitigen. Dafür sprechen wir mit den relevanten Stakeholdern und Interessengruppen, veröffentlichen Stellungnahmen zu geplanten Änderungen des UVP-G oder organisieren Veranstaltungen wie Workshops oder Diskussionen.

Als Mitglied des europäischen Umweltrechtsnetzwerkes Justice and Environment (J&E) arbeitet ÖKOBÜRO ebenso zur UVP. Wir vergleichen die UVP-Systeme europäischer Staaten und bringen uns auch in die europäische Gesetzgebung zur UVP ein, etwa durch Stellungnahmen oder Beschwerden.

Darüber hinaus beteiligt sich ÖKOBÜRO auch selbst an UVP-Verfahren. Als anerkannte österreichische Umweltschutzorganisation erhalten wir Parteistellung und nutzen diese in umweltstrategisch wichtigen Verfahren.